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Herausforderungen annehmen – Chancen nutzen

Dieses Jahr werden weit mehr als eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine in die Bundesrepublik kommen. Zehn Millionen könnten es EU-weit werden, schätzen Migrationsforscher. Es ist die wohl größte Herausforderung, vor der Bund, Länder und Kommunen seit der Wiedervereinigung stehen. Ein Ende der aktuellen Entwicklung ist nicht ersichtlich.

Die Aufgabe der öffentlichen Hand zieht sich schon jetzt durch alle Bereiche: Menschen müssen erstversorgt, untergebracht und behandelt werden – allein das erfordert eine kaum dagewesene logistische Leistung von Behörden, Hilfsdiensten und Ehrenamtlichen. Unzählige Maßnahmen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben begleiten diesen Prozess. Die vorläufige wie die langfristige Unterbringung erfordert eine Zahl an Unterkünften, die die vorhandenen Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtungen oder Gemeinschaftseinrichtungen übersteigt.

Wieder einmal ist offensichtlich, wie systemrelevant Städte, Gemeinden und Landkreise sind. Die kommunale Ebene wird langfristig den größten Teil der Aufgaben schultern müssen. Integration in Schule, Arbeitsmarkt und Gesellschaft, Sprachförderung, die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die Behandlung von traumatisierten Menschen wird Deutschland über Jahrzehnte Energie und Geld kosten.

Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Themen mit uns und anderen Vertretern aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Wissenschaft und Ehrenamt am 17. Mai 2022 auf dem Digitalen Flüchtlingskongress diskutieren.